Chronik - Die Geschichte des Vereins

1857 Gründung des Vereins ohne Satzung und schriftlicher Vereinbarung als „Zwickverein“.

 

1857 bis 1865 Keinerlei schriftliche Unterlagen sind erhalten geblieben.

 

1866

Ab 25. Februar 1866 fand die Umbenennung in „Freiwilliger Gesellenverein Hauzenberg“ statt. Zudem wurde eine Satzung formuliert in welcher auch der Zweck des Vereins festgehalten wurde:

1. Unterstützung Verunglückter Mitglieder durch freiwillige Beiträge
2. Bestreiten der allenfalls vorkommenden Leichenkosten
3. Gesellige und lehrreiche Unterhaltungen

Die Gründungsmitglieder waren wie folgt:

Reischl Johann 1. Vorstand
Fisch Matthias  2. Vorstand
Koller Otto Kassier
Brauneis Josef Schriftführer
Friedl Johann Verwaltungsmitglied
Altendorfer Matthias Verwaltungsmitglied
Mörtl Jakob Verwaltungsmitglied
Karlstorfer August Verwaltungsmitglied

 

 

 

1866 bis 1886 Es sind nur die Kassenbücher für die Beitragszahlungen der Mitglieder vorhanden

 

1887 Am 30. Mai 1887 wird Josef  Neudorfer aus Thiessenhäusl  zum 1. Vorstand gewählt. Die Kassengeschäfte verwaltet Josef Reisinger aus Hauzenberg.

 

1898 Am 03. April 1898 wird die Satzung des Vereins neu beschlossen. Der Verein nennt sich nun als „Sterbekassenverein des Arbeiter und Unterstützungsvereins Hauzenberg“.
Der Sterbekassenverein des Arbeiter und Unterstützungsvereins Hauzenberg erachtet als seine vordringlichsten Aufgaben, das Band der Kameradschaft zu kräftigen, und nach dem Ableben eines Mitgliedes den Hinterbliebenen desselben, die Mittel zur Bestreitung der Beerdigungskosten, sowie der momentanen  Sicherstellung ihres Lebensunterhaltes zu beschaffen. Mitglieder die sich auf Wanderschaft befanden, hatten bis 01. Dez. jeden Jahres ihren Aufenthalt bekannt zu geben, damit eine Beitragserhebung möglich war. 

 

1950 Am 26. Dezember 1950 beschloss der Verein die Gründung einer Frauenabteilung. 100 Frauen ließen sich zur Aufnahme in den Verein vormerken.

 

1951 Drei Monate später wurde der Beschluss umgesetzt. Die Gründung der Frauenabteilung mit den gleichen Rechten und Pflichten wie bei der Männerabteilung erfolgte am 18. März 1951.

 

1955 Der Verein erreicht mit einer Mitgliederzahl von über 1.000 eine Größe, dass hierüber sogar im Bayrischen Rundfunk berichtet wurde. Der Verein dürfte zur damaligen Zeit der Größte in ganz Niederbayern gewesen sein.

 

1956 Am 27. Mai 1956 findet die feierliche Fahnenweihe der Frauenabteilung statt. Als Patenverein hatte sich der Unterstützungsverein Hemerau zur Verfügung gestellt. Die erste Fahnenmutter der Frauenabteilung war Vera Kaiser. Sie begleitete dieses Amt von 1956 bis 1993

 

1957 Am 11. August 1957 erlebte der Verein den größten Tag in seiner Geschichte. Das 100 jährige Gründungsfest wurde gefeiert und viele Vereine kamen aus ganz Niederbayern angereist. Als Patenverein stellte sich wiederum der Unterstützungsverein Hemerau zur Verfügung. In der Festrede meinte Carl Prennel, dass mit der Entstehung des Vereins das Dichtwort „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut„ zu echten Leben erwacht sei. Drei Kriege, Inflationen und andere schwere Zeiten habe er ungeschwächt überstanden. Landrat Donderer stellte fest: Wenn der Verein 100 Jahre besteht, dann hat er den Beweis Erbracht, dass es notwendig war.

 

1970 Am 17. Januar 1970 beginnt der Verein, die Idee vom verstorbenen Vorstand Josef Seidl zu verwirklichen, die noch als Rest im Abraum des Steinbruchs Freudensee gelegene Granitsäule des Königs zu bergen, und als Steinhauerdenkmal aufzustellen. Die Säulen aus dem Steinbruch in Freudensee haben eine eigenartige Geschichte, die eng mit dem bayerischen Königshaus verknüpft ist. Als König Ludwig I. die Befreiungshalle in Kehlheim bauen lies, gab er 18 achteckige Granitsäulen in Auftrag, jede 6,70 Meter lang, mit einen Durchmesser von 1,55 Meter und 40 Tonnen schwer. Wie man es 1844 fertig brachte, diese Ungetüme so gleichmäßig zu behauen, ist heute noch sehr bewundernswert. Die Baumeister des Königs hatten den Blick für die Wirklichkeit verloren.
Jedenfalls konnte man mit den Mitteln der damaligen Zeit, die Monolithe nicht abtransportieren. Man versuchte es mit einer der Säulen, sie blieb aber bei Lieblmühle liegen, und wurde erst im 20. Jahrhundert zum Kriegerdenkmal in Thyrnau umgearbeitet.
Nur zwei Säulen erreichten eine würdige Bestimmung, 1908 schaffte man sie in wochenlanger Arbeit zum Bahnhof Hauzenberg und verlud sie mit der  damals gerade gebauten Bahn.
Vor der neuen Universität München in der Amalienstraße wurden sie aufgestellt und geben Zeugnis von der hohen Kunst der Steinhauer unserer Heimat.
Die anderen Säulen wurden im Laufe der Zeit zu Pflastersteinen verarbeitet. Eine blieb liegen, etwas verkürzt, aber noch immer schön achteckig behauen. Die Bergung dieser Säule hatte den Zweck, den Steinhauern denen Hauzenberg  seinen Ruf verdankt, Zentrum des Unteren Waldes zu sein, ein Denkmal zu errichten. Das Eigentum an der Säule geht 1970 kostenlos von den Granitwerken Josef Kinateder Hauzenberg auf den Unterstützungsverein Hauzenberg über. Im einvernehmen mit der Stadt Hauzenberg wird als Standort des Denkmals der Pausenhof der Hauptschule festgelegt, wo sie mit Hilfe der Firma Granitwerke Kusser, der Stadt Hauzenberg und der Vorstandschaft des Unterstützungsvereins Hauzenberg am Bestimmungsort errichtet wird.
Im Oktober 2005 geht die Säule als Geschenk des Unterstützungsvereins Hauzenberg an das Granitmuseum in dessen Besitz. Die Säule wird von der Firma Granitwerke Zankl von der Hauptschule zum Granitmuseum transportiert, und an deren Einfahrt aufgestellt, wo sie einen ehrwürdigen Platz gefunden hat

 

1981 Vom 05. bis 08. Juni 1981 veranstaltete der Verein ein Pfingstfest. In einem 2.000 Personen fassenden Festzelt wurde ein mehrtägiges Musikfest mit den bekannten Blaskapellen Budvarka aus Budweis und den Bayerisch – Böhmischen aus Rinchnach geboten.

 

1983 Am 11. und 12. Juni  1983 wurde das 125 jährige Gründungsjubiläum mit Dankbarkeit an die Gründer gebührend gefeiert. Patenverein war wiederum der Unterstützungsverein Hemerau. Als Schirmherr stellte sich Landrat Baptist Kitzlinger zur Verfügung. Der Geschäftsführer des Unterstützungsvereins Hans Günther hob in seiner Festrede insbesondere die Verdienste der Gründungsväter hervor. Fahnenmutter war Johanna Knödlseder.

 

1997 Am 14. Juni 1997 feierte der Verein in kleineren Rahmen das 140 jährige Gründungsfest des Unterstützungsvereins. Den Unterstützungsverein Haselberg-Sonnen konnte man als Patenverein gewinnen. Geweiht wurde auch bei diesem Anlass die neu restaurierte Fahne der Frauenabteilung. Waltraud Kinateder ist seit diesem Tag Fahnenmutter der Frauenabteilung des Unterstützungsvereins Hauzenberg. Schirmherr und Festredner war Bürgermeister Bernd Zechmann, der die Granitgeschichte Hauzenbergs darstellte, und auf die sozialen Grenzen der Gründungsjahre des Vereins einging.

 

2005 Ein Wunsch vieler Steinhauer und der Steinverarbeitenden Industrie ging in Erfüllung. Das lang geplante und ersehnte Granitmuseum wurde eingeweiht, und damit ein ehrwürdiges Denkmal für die Steinhauer der ganzen Region geschaffen.
2007 Der Verein begeht sein Gründungsjubiläum und feiert in einem großen Fest die 150jährige Geschichte des Unterstützungsvereins Hauzenberg!

 

2015 Die langjährige Fahnenmutter der Sektion Männer Johanna Knödelseder gibt ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen auf. Sie wird zur Ehrenfahnenmutter auf Lebenszeit ernannt. Rosmarie Hödl aus Renftig übernimmt bei der Gerneralversammlung im November 2015 das wichtige Amt.


Von 1866 bis 2017 wurden die Geschicke des Vereins von 11 Vorständen geleitet. Der aktuelle Vorstand heißt Max Zillner, seine Vertretung übernimmt Theresia Grübl.

Durch die vielfältigen Aufgaben war es 1950 notwendig auch einen Geschäftsführer zu bestellen, der die finanziellen Aufgaben des Vereines abwickelt. Seit 1950 wurden 5 Geschäftsführer bestellt. Dieses Amt führt aktuell Hans Jürgen Anetzberger